Nachklang: Ein Abend voller Herzenswärme und Versöhnung im Ludwig-Thoma-Haus
Manchmal braucht es gar keine lauten Töne, um die Menschen tief im Inneren zu berühren. Genau das war spürbar, als am 14. April 2026 rund 90 Gäste den Weg in den Saal des Ludwig-Thoma-Hauses fanden. Gemeinsam mit der Stadtbücherei Dachau durften wir eine musikalische Benefizlesung erleben, die bei vielen von uns noch lange nachwirken wird.
Ein Blick mitten ins Herz: Die Geschichte einer Versöhnung
Karin Hoisl-Schmidt hat uns an diesem Abend an etwas teilhaben lassen, das unendlich kostbar ist: ihre ganz eigene, zutiefst persönliche Geschichte mit ihrem niederbayerischen Vater. Eine Geschichte über den Abschied, über all das, was jahrelang ungesagt blieb, und über den Mut zur Versöhnung. Sie zeigte uns, wie eine ganz neue, tiefe Nähe entstehen kann, wenn das Leben leiser wird.
Mit einer unglaublichen Wärme, entwaffnender Ehrlichkeit und auch dem so wichtigen, leisen Humor nahm sie uns mit auf diese letzte gemeinsame Reise. Ihre selbst geschriebenen Lieder schufen dabei immer wieder Momente zum Durchatmen – sie fingen das Unaussprechliche ein und gaben den Gefühlen im Raum einen behüteten Platz.
Warum das Hinsehen so wichtig ist
Dieser Abend hat uns allen wieder einmal vor Augen geführt: Wir müssen über das Sterben, den Abschied und die Trauer sprechen. Und zwar genau so, wie es an diesem Abend passiert ist: offen, nahbar und ohne jede Berührungsangst.
Genau diese Haltung trägt auch unsere tägliche Arbeit im Elisabeth-Hospizverein Dachau e.V. Es geht uns darum, schwerstkranken Menschen und ihren Familien in den schwersten Stunden zur Seite zu stehen – durch einfaches Zuhören, echtes Dasein und geschenkte Zeit.
Von ganzem Herzen Danke:
- An Karin Hoisl-Schmidt: Für Ihren Mut, Ihre Geschichte so feinfühlig mit uns zu teilen.
- An die Stadtbücherei Dachau: Für die wunderbare, Hand in Hand gehende Zusammenarbeit.
- An jeden einzelnen Gast: Für Ihr Kommen, Ihr tiefes Zuhören und Ihre wertvolle Unterstützung durch Ihre Spenden an diesem Abend. Sie alle machen unsere Hospizarbeit erst verlässlich möglich.